Bilder: Stefan Asal, Marianne Schaber

Jubiläumskonzert der Liedertafel Prien – Verabschiedung von Dirigent Willi Weitzel

 

Prien (hö) – 27 Jahre lang hat Willi Weitzel aus Bernau die Priener Liedertafel dirigiert, nun hat er seinen Dirigentenstab bei einem Jubiläumskonzert abgegeben. Weitzel, der sein 25jähriges Jubiläum wegen Corona nicht, aber vor kurzem seinen 75. Geburtstag in froher Rüstigkeit feiern konnte, stand natürlich im Mittelpunkt eines gut besuchten Konzertes zum 170jährigen Bestehen der Priener Liedertafel im Chiemseesaal im Haus des Gastes.

 

Mit dem Ende des Dirigierens hat das dienstälteste Chorleiter der Priener Liedertafel aufgehört - und nochmals einen besonderen Abend geleitet. Den Auftakt bildete das Lied „Singt ein Willkommen“, dabei sang der komplette Chor mit 35 Frauen und Männern auf der Bühne und am Saal-Eingang sorgte ein Sanges-Quartett für das musikalische und harmonische Echo. Hierauf hieß Ute Günther als vor kurzem frisch gewählte neue Vorsitzende der Priener Liedertafel alle Besucher willkommen, dabei freute sie sich, dass die Liedertafel personell wieder so stark ist wie vor Corona. Alsdann übernahm Liedertafel-Sänger Georg Gilgenrainer die Moderation, er hielt Rückblick auf die lange Geschichte der Gemeinschaft und sagte jeweils zwei Auftritte an. Dritter Bürgermeister Martin Aufenanger würdigte in seinem Grußwort für die Gemeinde Prien den Dirigenten und Chor gleichermaßen, er sagte: „In Prien sind nur die Blaskapelle und die Königlich Privilegierten Feuerschützen älter als die Liedertafel, dass diese nach 170 Jahren noch so aktiv dasteht, das haben wir Leuten wie Willi Weitzel zu verdanken. Mit und dank ihm war die Liedertafel schon in den beiden Priener Partnerstädten Graulhet und Valdagno und sie haben dabei zur europäischen und kulturellen Verständigung beigetragen“. Aufenanger überreichte ebenso wie die Liedertafel selbst an ihren scheidenden Dirigenten einen Geschenkkorb. 

 

Willi Weitzel selbst selbst das Programm für den Jubiläumsabend zusammengestellt, zur Auswahl gehörten Lieder, die ihm in den 27 Jahren ans Herz gewachsen waren. Dazu gehörten die von ihm selbst komponierte Chiemsee-Hymne sowie Werke großer Komponisten wie von Wolfgang A. Mozart oder Joseph Haydn. Chorsänger Lothar Rechberger, ein langer Weggefährte von Willi Weitzel erinnerte namens der Liedertafel an viele schöne Gemeinschafts-Erlebnisse, Auftritte und Anekdoten, die sich besonders bei den Reisen (unter anderen nach Berlin und Dresden) ergeben haben. Zum Abschluss wünschte sich Weitzel vom Liedertafel-Quartett das Lied „Abendruhe“ von W.A. Mozart. Als endgültigen Abschied wurde das Lied „Eppo“ von ihm angestimmt, doch dann nahm er seinen Hut und hörte sich das dann von Rainer Mühl dirigierte Lied am Ausgang an.

 

Text: Anton Hötzelsperger